Computer-Museum beider Basel CMbB

ColoBâle Pratteln und Gymnasium Bäumlihof

Öffnungszeiten:
jeweils am letzten Sonntag im Monat, 14 bis 17 Uhr.
Per Email hier anmelden!



Eintrittsbeitrag (freiwillig):
5 Fr/Person 10 Fr/Familie






Der HP9830A mit Drucker HP9866A lädt wieder Software!

Dank tatkräftigem Einsatz unseres neuen Mitglieds im Museumsteam funktioniert das Kassettenlaufwerk unseres HP9830A mit Drucker HP9866A von 1972 wieder!



Wir freuen uns sehr. Die Maschine wird in BASIC programmiert und hat ein einzeiliges LED-Display. Man kann darauf wunderbar Laufschriften anzeigen und auf Thermopapier Eintrittskarten drucken.








Die Programme stammen aus dem frühen Tagen des Computermuseums am GB. Die Software hat die Jahre auf dem Tonband gut überstanden. Es stellte sich heraus, dass der Fehler bei durch korrodierte Kontaktleisten zustande gekommen war. Zum Glück lassen sich solche Fehler beheben. 



Xerox Memorywriter 645 in Betrieb



Nach ein paar Tropfen Öl an die Mechanik läuft unser Memorywriter 645 wieder perfekt. Auch die Software ließ sich mittels der noch vorhandenen Dienstprogramme vervielfältigen, um nicht mit den Originaldisketten arbeiten zu müssen.

Hier ein paar Eindrücke:

Hier die wertvollen Originale ...

... teils auf Disketten von XEROX.

Die Disketten-Etiketten für die Kopien schreiben wir direkt mit dem Memorywriter.

Auch die Textverarbeitungs-Software funktioniert gemäß Bedienungsanleitung.

Hier das Ausdrucken der oben am Bildschirm angezeigten Textdatei, die wir auf eine Diskette gespeichert haben.

Der Memorywriter 645 hat nun seinen Platz im Exoten-Regal gefunden.




Schreibmaschine für Computerbegeisterte und Computer für Schreibmaschinenfans: Xerox Memorywriter 645

Lange Jahre hatten wir ihn im Museum, den XEROX Memorywriter 645. Woher er kam, wissen wir nicht so genau, jedenfalls sah er damals, noch am GB, so aus:


Ganz oben auf dem mittleren Regal steht er - in der Mitte eine klobige elektrische Typenradschreibmaschine, unterhalb der Tastatur zwei 5.25-Zoll Diskettenlaufwerke, direkt hinter der Schreibmaschinentastatur eine Bedieneinheit mit vielen LEDs und Folientastatur, und - das ganz Besondere - an der rechten bzw. linken hinteren Ecke wahlweise einzustecken ein solider Schwenkarm, auf dem ein Monochrom-Monitor thront.

Es handelt sich um unseren (bislang einzigen) Computer von Xerox, dem Hersteller, der vielen von uns besonders wg. der Fotokopierer bekannt sein dürfte. Jedenfalls hat Xerox einige Meilensteine in den Anfängen der PC-Entwicklung gesetzt und selbst auch einige Geräte in diesem Bereich konzipiert.


Leider war es bis vor Kurzem so, dass die Maschine ausser einem sinnlosen Blinken zahlreicher LEDs, einem Piepton und einer Nullstellung des Typenrad-Druckkopfes nicht viel tat nach dem Einschalten. Auch das Einlegen der Software-Disketten - wohl Originale - die wir ebenfalls damals erhalten hatten, führte zu keiner Änderung. Netzteil ausgemessen - alles ok. Netzfilter explodiert - auch ok. Das passiert bei uns immer wieder. Diese zerplatzten Netzfilter (ausgetrocknete Kondensatoren nach der Netz-Zuleitung) bauen wir einfach ersatzlos aus.

Wir entschieden, so eine Maschine würden wir sehr gerne in Aktion zeigen können, denn offensichtlich war sie ein Computer im Schreibmaschinen-Gewand. Wir waren uns sicher: unser Exemplar wieder in Gang zu bringen, würde ohne Pläne etc. schwierig werden. Zum Glück gibt es heute im Internet Kleinanzeigen, und so fanden wir in Deutschland eine freundliche Person, die uns ein Erbstück eben dieser Bauart, ohne genau zu wissen, ob es noch ginge, kostenlos überliess - eine Sachspende an unser Museum. So kamen wir zu unserem Exemplar Nummer zwei:


Netzteil geprüft - alles ok, dann ein paar Minuten laufen gelassen, ein paar Zeilen getippt - die Maschine schien korrekt zu arbeiten. Dann einmal mehr *** PENG & RAUCH *** und wieder ein Netzfilter weniger. Netzteil zerlegt, zerplatzten Kondensator entfernt, und weiter...


Nach kurzer Zeit hatten wir Software geladen, ein paar Zeilen Text am Bildschirm eingegeben, auf Floppy-Disketten gespeichert, wieder geladen und auf der Schreibmaschine ausgedruckt - phantastisch. Ein wenig Öl wird das Wagenrücklauf-System noch erhalten, dann sollte das Meiste wieder funktionieren. Auch die wichtigste Diskette, diejenige zum Formatieren leerer Disketten, scheint intakt zu sein.


Anleitungen und Software stammen von unserem defekten Exemplar und scheinen zu neu erhaltenen intakten Gerät ebenfalls zu passen. An dieser Stelle danken wir nochmals recht herzlich für die edle Spende. Wir werden die Maschine (so lange wie möglich) in Funktion und in jedem Fall in Ehren halten.

Diese Gerätekategorie markiert den Einzug der Computer an den Arbeitsplatz "Büro / Sekretariat". Interessanterweise hat die Maschine eine vollwertige Schreibmaschinen-Funktion, inklusive eines automatischen Korrekturbands, wenngleich dieses im Computerbetrieb ohne Funktion bleibt. Mehr zum Memorywriter 645 irgendwann bei den Maschinenportraits auf unserer Homepage:
https://sites.google.com/view/cmbb/home/maschinenportraits.

Jürgen Hench